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Die Schwarze Mamba (Dendroaspis polylepis) ist bekannt für ihr schnelles und potentes Gift. Doch in ihrer tödlichen biochemischen Waffensammlung verbirgt sich ein seltener Schatz: Mambalgin, ein Peptid, das Schmerz signifikant lindern kann, ohne die suchterzeugenden Eigenschaften von Opioiden zu besitzen. Es blockiert die sogenannten ASIC1-Ionenkanäle, die als Schmerzschalter im Nervensystem fungieren. Bislang war dieses Peptid jedoch aufgrund seiner komplexen Struktur extrem schwer und teuer in der industriellen Menge herzustellen. Eine internationale Forschungsgruppe hat Mambalgin-1 nun mit nur zwei gezielten Aminosäure-Substitutionen in ein Analogon verwandelt, das nicht nur in der Produktion um eine Größenordnung effizienter ist, sondern auch eine bis zu fünfmal höhere Wirkpotenz gegenüber seinen Zielstrukturen zeigt. Es ist ein Triumph der biotechnologischen Präzision.

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